Weimarer Bläserquintett

Das Weimarer Bläserquintett hat sich 2001 zur gemeinsamen Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“ zusammengefunden und spielt seit März 2005 in folgender Besetzung: Tomo Andreas Jäckle (Querflöte), Frederike Timmermann (Oboe), Sebastian Lambertz (Klarinette), Stephan Schottstädt (Horn) und Jacob Karwath (Fagott). 2002 erspielte sich das Ensemble bei „Jugend musiziert“ einen 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl, wofür es mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet und in das Förderpro-gramm der Stiftung aufgenommen wurde.
Im Oktober 2004 gewann das Quintett in Dubrovnik/Kroatien den European Music Prize for Youth der emcy sowie den Publikumspreis. Im September 2005 war es beim internationalen Kammermusikwettbewerb in Interlaken mit einem 3. Preis erfolgreich. 2006 wurden die Musiker beim renommierten Internationalen ARD-Wettbewerb mit einem hervorragenden 3. Preis ausgezeichnet. 2010 wurde das Ensemble beim Deutschen Musikwettbewerb mit einem Preisträgerstipendium der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler ausgezeichnet.
Das Quintett konzertierte bereits in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, beim Marler Debüt, auf Schloss Monrepos und bei den Angeliter Sommerkonzerten sowie beim Orlandofestival. 2007 nahmen an einem Meisterkurs von Prof. Lukas Graf teil.
Im Jahre 2006 wurden die fünf jungen, über ganz Deutschland verstreut lebenden, Musiker mit einem Stipendium der Deutschen Stiftung Musik-leben unterstützt, das ihnen ermöglichte, zu regelmäßigen Quintettproben zusammen zu kommen. Desweiteren eröffnete die Stiftung dem Ensemble zahlreiche Konzertauftritte, u.a. bei den Festivals in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, an Bord von „MS Europa“, auf Schloss Roquetaillade sowie beim Sommerkonzert der stiftungseigenen Reihe „Foyer Junger Künstler“ in Keitum auf Sylt. Im März 2008 präsentierte die Stiftung das Quintett im Château St. Gerlach in Maastricht vor ausgewähl-ten Besuchern der Europäischen Kunstmesse TEFAF. 2009 spielten die fünf Bläser bei einem Stiftungskonzert im Bucerius Kunst Forum in Hamburg und gastierten bei den Max Reger-Tagen in Weiden. In den Jahren 2008 und 2009 wurde das Quintett beim Kammermusikkurs des Zermatt Festivals, einem weiteren Kooperationspartner der Deutschen Stiftung Musikleben, vom Scharoun Ensemble Berlin unterrichtet. Dort erhielt es die Möglichkeit, Kammer- und Orchesterkonzerte mit Ensembles und Solisten der Berliner Philharmoniker zu geben.

Tomo Andreas Jäckle (*1982 in Landsberg am Lech) begann mit 10 Jahren mit dem Querflötenunterricht bei Burkhard Jäckle (Soloflötist der Münchner Philharmoniker). 2002 nahm er sein Studium bei Prof. Andrea Lieberknecht an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover auf, seit 2006 studiert er am Mozarteum in Salzburg bei Prof. Martin Maria Kofler. Seit 1996 nahm er mehrfach am Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ teil, bei dem er auch einen 1. Bundespreis erhielt. Seit 1998 war Tomo Andreas Jäckle Mitglied in verschiedenen namhaften Orchestern, wie dem Bayerischen Landesjugendorchester und dem Bundesjugendorchester. Solistisch trat er u.a. im Sommer 2000 mit dem Philharmonischen Orchester Bad Reichenhall auf. Im Sommer 2004 folgte eine Arbeitsphase mit der Jungen Deutschen Philharmonie und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Flötist beim Philharmonischen Orchester der Oper Kiel und ständige Aushilfe beim NDR Sinfonieorchester.

Frederike Timmermann (*1983 in Münster) begann ihre musikalische Laufbahn im Alter von sechs Jahren mit dem Blockflötenspiel. Ab 1994 erhielt sie neben Klavier und Gesang Oboenunterricht an der Westfälischen Schule für Musik bei Klaus Storm. Seit 2001 war sie für drei Semester Jungstudentin bei Prof. Gernot Schmalfuß an der Musikhochschule Detmold. Ab 2002 studierte sie in der Klasse von Prof. Klaus Becker an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. 2008 erlangte sie ihr Diplom und besucht dort seitdem die Solistenklasse. Frederike Timmermann war mehrfach, sowohl solistisch als auch kammermusikalisch, Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Sie war Mitglied im Landesjugend- und Landesjugend-kammerorchester NRW. 2002 erhielt die Oboistin ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Stuttgart zum Besuch der Bayreuther Festspiele und den Sparkassenförderpreis des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes. Im Sommer 2007 spielte Frederike beim Schleswig-Holstein Musik Festival unter der Leitung von Zoltan Kocsis. Von 2009 bis 2010 hatte sie einen Zeitvertrag als Solooboistin am Staatstheater Braunschweig.

Sebastian Lambertz (*1982 in Düsseldorf) erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht mit zehn Jahren. Später war er Schüler von Florian Gyßling (Klarinettist beim Orchester der Beethovenhalle Bonn) und wurde außerdem als Jungstudent an der Robert Schmann Hochschule Düsseldorf von Prof. Ulf Rodenhäuser unterrichtet. Ab 2003 studierte er bei Prof. Martin Spangenberg an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar, wo er im Februar 2008 sein Diplom erlangte. Zurzeit absolviert er sein Masterstudium an der Hochschule für Musik Köln bei Prof. Ralph Manno. Sebastian Lambertz ist mehrfacher 1. Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und spielte in verschiedenen Orchestern, wie beispielsweise dem Landesjugendorchester NRW. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied des Wolf-Ferrari Ensembles, mit dem er, unter der Leitung von Prof. Jörg-Wolfgang Jahn, neben zahlreichen Konzerten in Deutschland im Frühling 2004 eine China–Tournee unternahm. Als Solist trat Sebastian Lambertz u. a. mit dem Neusser Kammerorchester auf.

Stephan Schottstädt (*1982 in Stuttgart) spielte mit neun Jahren Trompete, bevor er 1997 zum Horn wechselte. Nach zwei Jahren Unterricht bei David Bryant (Solohornist des Gürzenichorchesters Köln) wurde er Jungstudent an der HfM Köln bei Prof. Paul van Zelm, wo er seit April 2002 Vollstudent ist. 2006 wechselte Stephan Schottstädt zu Prof. Christian Lampert an die Hochschule für Musik Stuttgart, wo er 2008 sein Diplom ablegte. Er war mehrere Jahre Hornist im Landesjugendorchester NRW, bevor eine Arbeitsphase beim Bundesjugendorchester folgte. In den Jahren 2000/2002 nahm der Hornist erfolgreich im Ensemble am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil. 2004 war er Preisträger des Hohnen-Wettbewerbs an der Musikhochschule Köln. Seit 2003 ist er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und spielte 2004 und 2005/06 als Praktikant bei den Düsseldorfer Sinfonikern. Es folgten Aushilfen an der Oper Frankfurt und der Staatsoper Stuttgart. Nach Engagements bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Staatstheater Kassel, ist der Hornist seit 2011 Mitglied des Staatsorchesters Hannover.

Jacob Karwath (*1982 in Weimar) erhielt zunächst Violinunterricht bevor er mit 14 Jahren das Fagottspiel begann. 1995 bestand er die Aufnahme-prüfung am Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar im Hauptfach Fagott bei Manfred Beyer (Solofagottist Staatskapelle Weimar). Von 1997 bis 2001 wurde Jacob Karwath in der Fagottklasse von Prof. Georg Klütsch an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ betreut. Von 2002 bis 2006 studierte er bei Prof. Frank Forst in Weimar und wechselte anschließend an die Hochschule für Musik Köln zu Prof. Georg Klütsch. 1999 war er Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Er war lange Zeit Mitglied im Landesjugendorchester Thüringen/Rheinland-Pfalz, im Kammerorchester der Hochschule „Franz Liszt“, der „Jungen Münchner Philharmonie“ und im Belvedere Orchester, mit denen er zahlreiche Konzerttourneen unternommen hat, unter anderem nach Namibia, China und Kalifornien. Jacob Karwath war Praktikant bei den Jenaer Philharmonikern, ist Mitglied bei der Jungen Deutschen Philharmonie und hatte von 2006 bis 2008 einen Zeitvertrag beim Philharmonischen Orchester Augsburg. Seit 2009 hat er ein Engagement bei der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz.

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