Deutscher Musikinstrumentenfonds
Seit 1994 werden die Wettbewerbe um die wertvollen Streichinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds im Frühjahr im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ausgetragen. Die Vorspiele, für die Werke aus drei verschiedenen Epochen vorzubereiten sind, finden vor einer jährlich wechselnden Fachjury statt, die die neu ausgeschriebenen Instrumente der Rangfolge und dem Bedürfnis der Preisträger entsprechend zuteilt.
50. Bundeswettbewerb „„„Jugend musiziert““ 2013
Im letzten Jahr feierte die Deutsche Stiftung Musikleben ihr 50-jähriges Bestehen, in diesem ist der Wettbewerb „„Jugend musiziert““ an der Reihe. Zwischen beiden Insti-tutionen besteht seit Grün-dung eine enge Beziehung. Im Jubiläumsjahr fand der größte Musikwettbewerb Deutschlands in Erlangen, Fürth und Nürnberg statt.
Die höchstdotierte Auszeich-nung des Wettbewerbs, der Eduard Söring-Preis, wurde an die erst 13-jährige Lara Boschkor verliehen. Die Geigerin ist so jung, dass sie in diesem Jahr zum ersten Mal auf Bundesebene dabei sein konnte, hat aber schon bei vielen internationalen Wettbe-werben Erfahrung gesammelt. Immer dabei ihre Geige, „„die beste Geige, die ich jemals hatte““, eine Violine von Carlo Antonio Testore, Mailand 1740, aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikle-ben, die sie seit Februar 2012 als Preisträgerin des 20. Wett-bewerbs des Deutschen Musik-instrumentenfonds leihweise spielt. Derzeit wird die Jung-studentin an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Koh Gabriel Kameda ausge-bildet.

Für die beispielhafte Interpre-tation des Werkes eines noch lebenden Komponisten geht der Hans Sikorski-Gedächt-nispreis in diesem Jahr an Silas Zschocke aus Karls-ruhe. Seine überzeugende Darbietung von Krzysztof Pendereckis (*1933) „Cadenza“ für Viola solo präsentierte er beim Abschlusskonzert der Preisträger des Wettbewerbs. Auch der 16-Jährige spielt seit letztem Jahr ein Instrument aus dem Deutschen Musikins-trumentenfonds, eine Viola von Eugenio Praga, Genua 1883. Seit 2012 studiert der junge Bratscher am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) in Hanno-ver bei Prof. Ina Kertscher. 2011 erspielte er sich bereits im Duo mit seiner Schwester Johanna (Violine) einen 1. Bundespreis in der Wertung „Streicher-Kammermusik“. Eine vollständige Liste der Preisträger finden Sie hier.

Bundeswettbewerb
Die Bundeswettbewerbe finden seit 1963 zu Pfingsten in wechselnden deutschen Großstädten statt und bieten den ersten Anlaufpunkt für angehende junge Musiker, fast alle noch Schüler, sich mit der „Konkurrenz“ zu messen, aber auch im Ensemblespiel zusammenzukommen. Mehr als drei Jahrzehnte beteiligte sich die Deutsche Stiftung Musikleben an der Basisfinanzierung dieses großen Wettbewerbs. Heute zeichnet sie besonders erfolgreiche Teilnehmer mit Sonderpreisen aus und fördert viele von ihnen im Anschluss an den Wettbewerb mit Konzertauftritten, Leihinstrumenten und Einzelstipendien.
Deutscher Musikwettbewerb
Diesen Wettbewerb für bereits bühnenerfahrene Musikstudenten auf dem Weg in eine Profikarriere unterstützt die Stiftung seit seiner Gründung 1974 vor allem durch die Vergabe von Förderstipendien für den/die Preisträger bzw. die Stipendiaten.