Becker-Bender, Tanja
Violine

Tanja Becker-Bender ist seit 1996 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Die gebürtige Stuttgarterin war Jungstudentin bei Prof. Wilhelm Melcher in Stuttgart, besuchte für ein Jahr die Guildhall School in London und schloss ihre Studien bei Prof. Günter Pichler an der Wiener Musikuniversität ab. Als Stipendiatin des DAAD, der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Gerd Bucerius-Stipendiums der Deutschen Stiftung Musikleben absolvierte sie im Anschluss ihren Master of Music bei Robert Mann an der Juilliard School in New York. Danach ermöglichte ihr die Patenschaft eines Hamburger Freundes der Deutschen Stiftung Musikleben, dort von 2002 bis 2004 als einzige Geigerin ihr solistisches Studium im renommierten Artist Diploma Programm fortzusetzen.

Zu ihren wichtigsten internationalen Wettbewerbserfolgen gehören 1998 die höchste Auszeichnung im Concours International d’Exécution Musicale in Genf, der Bunkamura Orchard Hall Award 2000 in Tokyo und 1. Preise beim Internationalen Violinwettbewerb „Premio Rodolfo Lipizer“ in Gorizia/Italien und beim Concours International de Musique de Chimay in Belgien. In den USA erspielte sie sich 2004 den Houston Symphony League Award, der ihr einen solistischen Auftritt mit dem Houston Symphony Orchestra einbrachte.

Seit ihrem Debüt bei den Salzburger Schlossfestspielen im Alter von elf Jahren konzertierte Tanja Becker-Bender als Solistin unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, Fabio Luisi, Hartmut Haenchen, Uriel Segal und Ken-Ichiro Kobayashi zusammen mit Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Museumsorchester Frankfurt, dem Berliner Sinfonie-Orchester sowie dem Wiener, dem Zürcher und dem Prager Kammerorchester. Die Deutsche Stiftung Musikleben präsentierte sie außerdem als Solistin auf der von der Stiftung veranstalteten „Deutschlandreise 2003“ mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter der Leitung von Kurt Masur. Konzerte führten sie auf die bedeutendsten Konzertpodien weltweit, so etwa in den Wiener Musikverein, die Suntory Hall Tokyo, die Carnegie Hall in New York, die Victoria Hall in Genf, die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus zu Leipzig und den Herkulessaal in München. Sie gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals in Schleswig-Holstein, Bonn und Schwetzingen, im Rheingau sowie in Kronberg, Dresden, Flandern und New York. Als Kammermusikerin musizierte sie mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Boris Pergamenschikow, Gustav Rivinius, Bernd Glemser, Daniel Müller-Schott und Dimitri Ashkenazy.

Es liegen zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen von Tanja Becker-Bender vor. So wirkte sie auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Musikleben 2000 bei der ARTE-Produktion „Stars von morgen“ mit. Beim belgischen Label Pavane erschien ihre erste CD mit Werken für Violine und Klavier von Antonín Dvořák, bei Brilliant Classics in Holland eine CD mit vier Violinkonzerten von Tomaso Albinoni. Im März 2009 erschien beim Londoner Label Hyperion ihre Einspielung der 24 Capricen für Violine Solo von Niccolò Paganini.

Tanja Becker-Bender ist seit 2006 Professorin für Violine in der Nachfolge von Maxim Vengerov an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken. Im Oktober 2009 folgte sie dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg und ist dort seither als Professorin für Violine tätig. Darüber hinaus leitete sie wiederholt ein Violin-Sommerprogramm an der École Normale de Musique in Paris und gibt zahlreiche Meisterkurse, so etwa bei der internationalen Kronberg Academy.

Als mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt Tanja Becker-Bender seit 1996 eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben, derzeit eine Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù, Cremona 1728, eine treuhänderische Eingabe aus Familienbesitz. Zusätzlich überreichte ihr die Stiftung im Februar 2009 eine gerade fertig gestellte Violine des Pariser Geigenbauers Stephan von Baehr.

  • www.tanja-becker-bender.de
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