Bundesrepublik Deutschland
Die Bundesrepublik Deutschland ist Partner der Stiftung beim Deutschen Musikinstrumentenfonds. 1993 gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern gegründet, ist das Projekt auf Seiten des Bundes seit 1998 dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und seiner Behörde, dem BKM, zugeordnet. Die Mehrzahl der ersten 16 in den Fonds eingebrachten Streichinstrumente stammt aus Bundesbesitz. Ein „edler Wettstreit“ hat beide Partner in den folgenden Jahren dazu angespornt, diesen Grundstock konsequent auszubauen, sei es durch Zukäufe, die Eingabe der 20 Instrumente aus der ehemaligen DDR oder durch Schenkungen und treuhänderische Überlassungen.

Das gelungene Modell einer „Public Private Partnership“ hat dazu geführt, dass viele private Instrumentenbesitzer aus ganz Deutschland ihre „Preziosen“ dem Fonds treuhänderisch zur Verfügung stellen und dieses nationale Förderprojekt langfristig mittragen. So ist der Deutsche Musikinstrumentenfonds mittlerweile auf über 150 wertvolle und klangschöne Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe zum Nutzen des hochbegabten deutschen Streichernachwuchses angewachsen.

Deutscher Musikrat
Mit dem Deutschen Musikrat, dem Dachverband aller Berufs- und Laienmusiker Deutschlands, arbeitet die Deutsche Stiftung Musikleben auf dem Gebiet der Hochbegabtenförderung von Beginn an zusammen. 1963 unterstützte sie die Gründung der Initiative „Jugend musiziert“ mit einem Spendenaufruf und vergibt heute zahlreiche Sonderpreise und Stipendien auf der Bundesebene dieses dreistufigen Großprojekts. Auch beim Deutschen Musikwettbewerb, dem wichtigsten deutschen Wettbewerb für „Jungprofessionelle“, vergibt die Stiftung jährlich Förderstipendien.
Als pädagogische „Anschlussmaßnahme“ an „Jugend musiziert“ wurde 1969 das Bundesjugendorchester ins Leben gerufen, ebenfalls viele Jahre von der Stiftung mit substanziellen jährlichen Spenden gefördert. Bis heute führt die Deutsche Stiftung Musikleben in unregelmäßigen Abständen auch große Einzelprojekte und Auslandstourneen mit dem Bundesjugendorchester durch.
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Von der 1995 durch den Verleger der gleichnamigen Wochenzeitung gegründeten Stiftung erhält die Deutsche Stiftung Musikleben seit 1999 auf dem Gebiet der Individualförderung große Unterstützung. Das Gerd Bucerius-Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben unterstützt angehende Solisten, die mit einem Aufbaustudium oder Meisterkursen im Ausland ihre künstlerischen Fähigkeiten erweitern, und ermöglicht ihnen, gleichzeitig Konzerte in ihrer Heimat wahrzunehmen.
Auch für Sonderprojekte übernimmt die ZEIT-Stiftung Patenschaften: So engagierte sie sich im Rahmen der Polentournee des Bundesjugendorchesters 2000 speziell für die Probenphase in Kreisau, gewährte der Stiftung anlässlich des 48. Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ 2001 in Hamburg eine Sonderspende und förderte 2006 das „Hamburg Debüt“ dreier herausragender Stipendiaten mit dem NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Eiji Oue in der Laeiszhalle.
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Die 1967 durch testamentarische Verfügung des gleichnamigen Großindustriellen – des letzten Konzernlenkers aus der Gründerfamilie des Krupp-Konzerns – ins Leben gerufene Stiftung gehört bereits seit 1975 zu den größten Förderern der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit 1994 engagiert sie sich insbesondere für den Deutschen Musikinstrumentenfonds, indem sie der Stiftung durch großzügige Spenden regelmäßig den Ankauf alter Instrumente für den Fonds ermöglicht. Dazu gehören zwei besonders kostbare Celli: das des Pariser Meisters Nicolas Lupot (Paris 1821), seit Anfang 2002 in den Händen von Nicolas Altstaedt, und das 2002 erworbene Cello von Giovanni Grancino (Mailand ca. 1700), das nun Gabriel Schwabe spielt. Regelmäßig gestalten Stipendiaten auf den „Krupp-Instrumenten“ das musikalische Programm zur Verleihung des Alfried Krupp-Förderpreises der Stiftung in der Villa Hügel in Essen.
Deutsche Bank Stiftung
1993 gründete die Deutsche Bank, deren Engagement für die Ziele der Deutschen Stiftung Musikleben bis in das Jahr 1963 zurückreicht, ihre Kultur-Stiftung. Seitdem hat sich die Zusammenarbeit intensiviert. Im Jahr 2000 unterstützte die Kultur-Stiftung speziell die Danziger Station der Tournee „Polen und Deutschland - Gemeinsam im Herzen Europas“ des Bundesjugendorchesters und im Jahr 2004 richtete die Stiftung zusammen mit der Deutschen Stiftung Musikleben ein gemeinsames Förderprogramm für ausgewählte Streicher ein, das es den jungen Musikern durch günstige Kredite ermöglicht, ein eigenes Musikinstrument zu erwerben.
Seit 2005 hat die Deutsche Bank ihre beiden inländischen Stiftungen, die Deutsche Bank Stiftung Alfred Herrhausen Hilfe zur Selbsthilfe und die Kultur-Stiftung der Deutschen Bank, zur Deutsche Bank Stiftung zusammengeführt. Arbeitsschwerpunkte sind weiterhin die Bereiche Bildung, Soziales, Musik und Kunst.
Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung
Diese vor allem im Wissenschaftsbereich engagierte Stiftung gehört seit 1997 zum Förderkreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Sie stellt dem Deutschen Musikinstrumentenfonds ein hervorragendes altitalienisches Violoncello von Andrea Guarneri (Cremona 1691) zur Verfügung, das sich Wolfgang E. Schmidt beim 5. Wettbewerb 1997 erspielte und das nun von Claudius Popp gespielt wird.

Die Deutsche Stiftung Musikleben arbeitet mit zahlreichen weiteren fördernden Stiftungen und Institutionen eng zusammen, darunter die Aventis Foundation in Frankfurt/Main, die Volkswagen Stiftung in Hannover, die Hamburger Körber-Stiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück, der Kulturkreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in Berlin, die Siemens-Kulturstiftung in München und viele mehr.