
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler übergibt gemeinasam mit seiner Frau Eva Blumen an die Künstler. |
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Die Deutsche Stiftung Musikleben feierte ihr 45-jähriges Bestehen am 8. November 2007 mit einem glanzvollen Jubiläumskonzert im Berliner Schloss Bellevue. Mehr als 200 Mäzene, Freunde und Förderer der Stiftung waren gekommen. Eingeladen hatten Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler, Schirmherr der Stiftung, und seine Frau Eva.
In seiner Begrüßungsrede betonte Bundespräsident Köhler die Nachhaltigkeit der Stiftungsarbeit: „Es geht der Stiftung nicht darum, sogenannte „Wunderkinder“ kurz ins Rampenlicht zu stellen. Es geht ihr darum, hochbegabte junge Solisten, Orchester- und Kammermusiker langfristig zu fördern." Ungewöhnlich hoch sei das Maß an ehrenamtlichem Engagement in den Gremien der Stiftung und der Jury der Wettbewerbe, von Fachleuten und Helfern bei öffentlichen Veranstaltungen sowie Experten für Dienstleistungen wie Rechtsberatung und Buchhaltung. Besonderen Dank richtete er an die Spender und Treugeber der Stiftung: „Wir stehen in Ihrer Schuld: Denn die Stiftung finanziert ihr gesamtes Förderprogramm aus Spenden und ihre Arbeit ist undenkbar ohne den Instrumentenfonds.“
26 Stipendiaten und Preisträger der Stiftung zwischen 12 und 30 Jahren gestalteten ein festliches Programm mit Werken von Mozart und Brahms über Tschaikowsky und Saint-Saëns bis hin zu György Ligeti und Wolfgang Rihm.
Die jüngste Musikerin war die Cellistin Friederike Arnholdt aus Augsburg, der die Stiftung nur zwei Wochen zuvor ein Violoncello aus der „Jugend musiziert“-Abteilung des Deutschen Musikinstrumentenfonds überreicht hatte. Älteste Stipendiaten waren der 30-jährige Klarinettist Clemens Trautmann und die 29-jährige Geigerin Tanja Becker-Bender. Letztere ist mittlerweile Geigenprofessorin in Saarbrücken und übernahm die Leitung für das Highlight des Abends: das Oktett der Deutschen Stiftung Musikleben. Acht Preisträger des Deutschen Musikinstrumentenfonds brachten der Stiftung als Geburtstagsständchen das berühmte Streichoktett von Felix Mendelssohn Bartholdy.
Stars unter den Geigen waren die Giovanni Battista Guadagnini „ex Adolph Busch“ (Turin 1783) aus Familienbesitz, gespielt von Veronika Eberle aus Donauwörth, und die Giuseppe Guarneri del Gesù (Cremona 1728), die Tanja Becker-Bender erklingen ließ. Und ein Meistercello des Fonds präsentierte Gabriel Schwabe aus Berlin: ein Giovanni Baptista Grancino (Mailand um 1700).
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