Benefizkonzert des Bundesjugendorchesters für die Opfer des 11. Septembers in Amerika
Gemeinsam mit der Atlantik-Brücke enschloss sich die Deutsche Stiftung Musikleben ganz spontan, das Bundesjugendorchester für ein Benefizkonzert zum Gedenken an die unbegreiflichen Ereignisse in New York und Washington zusammenzurufen. Innerhalb von nur einer Woche wurde mit vielen ehrenamtlichen Helfern ein Benefizkonzert zugunsten der Kinder der Opfer und der Schwerverletzten auf die Beine gestellt. Die 103 Mitglieder des Orchesters trafen direkt nach Schulschluss am Vorabend des Konzerts in Berlin zur Probe ein, froh, endlich selbst etwas für die Betroffenen tun zu können. Das Konzert unter Leitung von Roberto Paternostro fand am 23. September 2001 an einem symbolischen Ort, der ehemaligen Berliner Kongresshalle, statt. Solistin war die Geigerin Viviane Hagner, langjährige Stipendiatin der Stiftung. Unter den rund 1.000 Zuhörern waren zahlreiche Politiker, darunter MdB Dr. Wolfgang Schäuble, Familienministerin Dr. Christine Bergmann, der ehemalige Bundesaußenminister Walter Scheel, US-Botschafter a.D. John Kornblum und der amerikanische Gesandte Terry Snell.

Programm



Blumen für die
Solistin
Viviane Hagner

Samuel Barber (1910-1981)
Adagio for Strings, op. 11

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Violinkonzert Nr. 1 a-moll BWV 1041
I Allegro
II Andante
III Allegro assai

Gustav Mahler (1860-1911)
Sinfonie Nr. 9 D-Dur
IV Adagio

Wenn ein amerikanisches Musikstück für das Gefühl der Trauer steht, für den Verlust von Freunden und zugleich für Zuversicht, dann ist es das 1936 komponierte Adagio für Streicher von Samuel Barber, das von Arturo Toscanini in New York uraufgeführt wurde. Johann Sebastian Bachs Violinkonzert in a-moll ist wie sein gesamtes Werk von tiefer Hoffnung geprägt. Gustav Mahler schrieb sein letztes vollendetes Werk, die 9. Sinfonie, deren zentrales Thema der Abschied ist, während seiner New Yorker Zeit als Gastdirigent des New York Philharmonic Orchestra. Die Sinfonie wird als Mahlers „Abschied vom Leben“ interpretiert. Abschließend sang das Bundesjugendorchester die Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung „We shall overcome“, die angesichts der Attentate eine völlig neue Bedeutung gewonnen hatte.



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