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Instrumente des Deutschen Musikinstrumentenfonds
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"Sie haben mir mit der Vergabe der wundervollen Guarneri-del-Gesù-Geige beim Instrumentenwettbewerb am vergangenen Sonntag einen Traum erfüllt. Es ist eine große Unterstützung und ein enormer Impuls für meinen weiteren musikalischen Weg, auf einem solchen herrlichen Instrument spielen zu dürfen!"
(Tanja Becker-Bender, New York, 11. März 2002)
Das Förderprojekt Deutscher Musikinstrumentenfonds wird bundesweit von Privatpersonen wie auch Stiftungen unterstützt. Sie stellen dem Fonds ihre wertvollen Streichinstrumente, viele davon aus altem Familienbesitz, kostenlos zur Verfügung oder spenden für den Ankauf von weiteren Spitzeninstrumenten.
Diese Instrumente eröffnen jungen Streichern neue Klangwelten und sind für ihre künstlerische Fortentwicklung eine wichtige Hilfe – wie die Musiker selbst, ihre Lehrer und das Publikum immer wieder bestätigen.
Viele der über 100 Instrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds haben eine bewegte Geschichte hinter sich.
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| Kurzvorstellung ausgewählter Instrumente |
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Prof. Hans-W. Sikorski überreicht Tanja Becker-Bender ihr „Trauminstrument“ |
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Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù, Cremona ca. 1728 Diese Violine gelangte im Februar 2002 als eine von drei besonders hochkarätigen treuhänderischen Eingaben der Fazenda Ipiranga (Brasilien) in den Bestand des Deutschen Musikinstrumentenfonds und wird als frühe, sehr schöne Arbeit von Joseph Guarnerius (1698–1744) angesehen. Sie ist mit Gutachten von John & Arthur Beare (London) und Rembert Wurlitzer (New York) ausgestattet. Beim 10. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds im März 2002 erspielte sich Tanja Becker-Bender dieses Meisterinstrument. |
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Alexander Gilmann |
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Violine von Joanes Baptista Guadagnini, Parma 1761 Diese schöne Violine mit dem Zettel „Joanes Baptista Guadagnini fecit Parmae ferviens C.S.R. 1761“ gehört zu den frühesten Eingaben des Bundes in den Deutschen Musikinstrumentenfonds. Nach Auffassung des Musikinstrumentenmuseums Berlin wie von Geigenbau Machold ist sie eine originale Arbeit des bedeutenden italienischen Meisters Giovanni B. Guadagnini, der von 1711–1786 lebte und in Piacenza, Mailand, Cremona, Parma und Turin tätig war. Erste Entleiherin von 1994–1996 war Isabelle Faust, danach spielte Tanja Becker-Bender, mehrfache Preisträgerin der Wettbewerbe des Fonds seit 1996, die Violine über sechs Jahre lang, bis sie beim 10. Wettbewerb im März 2002 an Korbinian Altenberger übergeben wurde. Seit dem 16. Wettbewerb 2008 spielt Alexander Gilmann die klangschöne Violine. |
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Marisol Lee mit dem Juryvorsitzenden Prof. Igor Ozim |
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Violine von Antonius Stradivari, Cremona 1703 Die Violine mit dem Faksimile-Etikett „Antonius Stradivarius ... Anno 1703“, in ihren Ursprüngen eine Arbeit Stradivaris aus der Zeit um 1690 („Long Pattern“) stammt ursprünglich aus der Instrumentensammlung der ehemaligen DDR, die 2000 in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland überging. Die stark in Mitleidenschaft gezogene Violine wurde in den Werkstätten der Geigenbaumeister Andreas Kägi (Berlin) und Joachim Schade (Halle/Saale) gründlich restauriert. Sie erhielt unter anderem eine neue Decke; ihr Boden wurde durch aufwendige Holztransplantationen wieder in den Originalzustand versetzt. Insgesamt erfüllt sie nun sowohl im äußerlichen Zustand wie auch im Klangbild wieder alle Qualitäten eines Meisterinstrumentes, das für solistische wie auch kammermusikalische Aufgaben hervorragend geeignet ist. Glückliche „Besitzerin auf Zeit“ ist seit dem 18. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds 2010 die 23-jährige Geigerin Marisol Lee aus München. |
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Nicolas Altstaedt |
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Violoncello von Nicolas Lupot, Paris 1821 Das Violoncello ist eine Schenkung der Alfried Krupp von Bohlen und HalbachStiftung und wurde 1999 für den Fonds erworben. Laut Gutachten von John & Arthur Beare (London) ist es eine für diesen Meister charakteristische und besonders gut erhaltene Arbeit. Monika Leskovar, mehrfache Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds seit 1998, spielte dieses schöne Instrument von Februar 1999 bis Anfang März 2002. Seit dem 10. Wettbewerb des Fonds im März 2002 ist es in den Händen des Cellisten Nicolas Altstaedt. |
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Claudius Popp |
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Violoncello von Andrea Guarneri, Cremona 1691 Das Violoncello von Andreas Guarnerius, ex „Ludwig Hoelscher“, Cremona 1691 ist eine treuhänderische Eingabe der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung in den Deutschen Musikinstrumentenfonds. Das Instrument, durch Gutachten der Häuser Machold (Bremen) und Biddulph (London) als echte, in allen Teilen zusammengehörige Arbeit des altitalienischen Geigenbaumeisters ausgewiesen, war lange Zeit im Besitz des bedeutenden Cellisten Ludwig Hoelscher. Nach der Eingabe in den Fonds 1997 wurde das Guarneri-Cello lange Zeit von
Wolfgang E. Schmidt gespielt, beim 11. Wettbewerb des Fonds im März 2003 erspielte sich Claudius Popp das kostbare Instrument. |
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Benedict Klöckner |
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Violoncello von Francesco Rugeri, Cremona ca. 1675 Die Deutsche Stiftung Musikleben hat im Dezember 2004 ein Violoncello des Geigenbaumeisters Francesco Rugeri, das zwischen 1670 und 1680 in Cremona gebaut wurde, für den Deutschen Musikinstrumentenfonds erworben. Das Instrument stammt aus Berliner Familienbesitz und besitzt ein Zertifikat von Charles & Arthur Beare. Ermöglicht wurde dieser Ankauf insbesondere durch zahlreiche Spenden des Freundeskreises der Stiftung sowie eine großzügige Sonderzuwendung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Nachdem es von den mitterweile sehr erfolgreichen jungen Cellisten Sebastian Klinger und Julian Steckel, 1. Preisträger beim ARD- Musikwettbewerb 2010, gespielt wurde, ging es beim 17. Wettbewerb des Fonds im März 2009 an den vielversprechenden Karlsruher Studenten Benedict Klöckner. |
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