
Unterzeichnung des Gründungsabkommens mit Bundesinnenminister Rudolf Seiters 1993 in Bonn |
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Hintergründe Im Juli 1993 gründeten das Bundesministerium des Innern und die Deutsche Stiftung Musikleben den Deutschen Musikinstrumentenfonds mit
dem Ziel, hochbegabte junge Nachwuchsstreicher mit Instrumenten auszustatten, die ihrem Können angemessen sind. Heute untersteht das Projekt direkt dem amtierenden Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und seiner Behörde, dem BKM.
Herausragende Nachwuchsstreicher erreichen in ihrer Ausbildung einen Punkt, an dem sie sich auf Durchschnittsinstrumenten technisch und künstlerisch nicht mehr weiterentwickeln können und die Herausforderung eines Spitzeninstrumentes suchen.
Ein solches Instrument stellt eine große Hilfe dar bei dem Prozess, einen eigenen musikalischen Ausdruck zu formen und auf internationalen Wettbewerben konkurrenzfähig zu bleiben.
Den Anfangsbestand des Fonds bildeten 1993 sechzehn historische Instrumente, überwiegend aus dem Besitz des Bundes. Aus diesen Anfängen heraus bauten Bund und Stiftung den Deutschen
Musikinstrumentenfonds kontinuierlich auf die aktuelle Zahl
von über 150 Geigen, Bratschen, Celli und Bässen aus. Dabei gelang es der Stiftung in den letzten Jahren zunehmend, wertvolle Instrumente aus Privatbesitz als treuhänderische Eingaben für den Fonds zu gewinnen. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf alten Instrumenten, vor allem der italienischen Geigenbauschule des 17. und 18. sowie der französischen Schule des 19. Jahrhunderts. Nach wie vor üben diese „alten“ Instrumente mit ihrem unbeschreiblichen warmen Klang den größten Reiz auf junge Musiker aus. Fast jeder möchte „einmal einen alten Italiener spielen“. Der Fonds bietet hier Unterstützung, da für die meisten jungen Musiker Meisterinstrumente von Guarneri, Gagliano, Guadagnini & Co. unerschwinglich sind.
Als größte deutsche Streichinstrumentensammlung für den hochbegabten Nachwuchs und als nationales Förderprojekt, an dessen Erfolg kontinuierlich viele ehrenamtlich tätige Fachleute und Privatpersonen teilhaben, ist der Fonds inzwischen fester Bestandteil der musikalischen Landschaft Deutschlands geworden. |