Juroren der ersten
Stunde: Prof. Igor
Ozim und Prof. Jens
Ellermann
Einmal einen alten Italiener spielen...
Das gemeinsame Projekt mit dem Bund wurde 1993 zur Förderung hochbegabter Nachwuchsstreicher ins Leben gerufen. Gestartet mit einem Anfangs-bestand von 16 Instrumenten, vorrangig aus Bundesbesitz, zählt der Fonds mittlerweile über 200 wertvolle, zum Teil über 300 Jahre alte Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe, darunter klangvolle Namen wie Gagliano, Guarneri und Guadagnini. Erfreulicherweise sind in den letzten Jahren viele hervorragende Instrumente aus Privatbesitz dazugekommen, unter anderem zwei Violinen von Antonio Stradivari bzw. Guarneri del Gesù. Der Versicherungswert des Fonds liegt damit im zweistelligen Millionenbereich.

JUNGE STREICHER, ALTE MEISTER, GROSSER KLANG!

23 meisterhafte Geigen, Bratschen und Celli wurden beim 26. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds (23.-25.2.2018) im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg von der Deutschen Stiftung Musikleben an herausragende Nachwuchsmusiker vergeben. Überragend vor allem: zwei der Jüngsten!

55 junge Musiker im Alter von 12 bis 28 Jahren kamen aus ganz Deutschland nach Hamburg, um sich eines der Spitzeninstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumenten-fonds zu erspielen oder die Frist für ein bereits entliehenes Instrument zu verlängern. Zu den begehrten Instrumenten zählen zum Teil 300 Jahre alte klangstarke Meisterinstrumen-te von Storioni, Testore oder Guarneri – für junge Musiker unerschwinglich, aber eine große Hilfe, um auf internationalen Bühnen bestehen zu können.

Mehr als 200 Instrumente für den hochbegabten Nachwuchs umfasst der Fonds mittlerweile, die zu einem Teil aus dem Besitz der Stiftung und der Bundesrepublik Deutschland stammen, zum größten Teil jedoch von Privatpersonen treuhänderisch zur Verfügung gestellt werden.

Irene Schulte-Hillen, Initiatorin des Deutschen Musikinstrumentenfonds und Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben seit über 25 Jahren, ist begeistert: „Dass schon wieder die nächste Generation junger Ausnahmetalente hier auf der Bühne steht und wir ihnen dank der wachsenden Zahl unserer Unterstützer so großartige Instrumente überreichen können, bewegt mich sehr. Eine solche Erfolgsgeschichte hätte ich mir damals nicht vor-stellen können.“

Das Preisträgerkonzert vor 250 geladenen Gästen, darunter zahlreiche Treugeber des Fonds aus ganz Deutschland, Freunde, Förderer und Kooperationspartner der Stiftung, wurde von Deutschlandfunk aufgezeichnet und kann am 1. Mai 2018 von 11.05 bis 13 Uhr nachgehört werden.

  • Ergebnisse der Neubewerber
  • Ergebnisse der Leihverlängerer



  • Anspiel der „Ost-
    Instrumente“ 1997 in
    der Berliner
    Philharmonie


    Die Instrumente werden in einem jährlichen Wettbewerb mit strengen Ausschreibungskriterien von einer durch den Beirat berufenen Fachjury an den Nachwuchs aus ganz Deutschland vergeben. Die Musiker erhalten die Instrumente zunächst für ein Jahr, können die Leihfrist aber theoretisch mit jedem neuen erfolgreichen Vorspiel bis zum 30. Lebensjahr verlängern bzw. sich ein noch besseres Instrument erspielen. Die Instrumentenvergabe findet traditionell im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe statt. Eine große Anzahl von Fachleuten, zum Beispiel die ehrenamtlich tätigen Juroren oder beratende Geigenbauer, die die Instrumente regelmäßig kontrollieren, trägt zum Gelingen dieses Projektes bei.