Juroren der ersten
Stunde: Prof. Igor
Ozim und Prof. Jens
Ellermann
Einmal einen alten Italiener spielen...
Das gemeinsame Projekt mit dem Bund wurde 1993 zur Förderung hochbegabter Nachwuchsstreicher ins Leben gerufen. Gestartet mit einem Anfangs-bestand von 16 Instrumenten, vorrangig aus Bundesbesitz, zählt der Fonds mittlerweile über 190 wertvolle alte Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe, darunter klangvolle Namen wie Gagliano, Guarneri und Guadagnini. Erfreulicherweise sind in den letzten Jahren viele hervorragende Instrumente aus Privatbesitz dazugekommen, unter anderem zwei Violinen von Antonio Stradivari bzw. Guarneri del Gesù. Der Versicherungswert des Fonds liegt damit im zweistelligen Millionenbereich.

EIN HIMMEL VOLLER GEIGEN ZUM SILBERJUBILÄUM

49 meisterhafte Geigen, Bratschen und Celli wurden beim 25. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds (24.-26.2.2017) an junge Spitzenmusiker vergeben – inkl. des frisch eingegebenen 200. Instruments.

Der Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds feierte sein Silberjubiläum am letzten Februarwochenende im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe mit 55 jungen Musikern im Alter von 12 bis 28 Jahren, die aus ganz Deutschland anreisten und um die Meisterinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds oder die Verlängerung ihrer Leihfristen spielten. Nicht nur das Niveau, auch die Bewerbermenge und zum Glück auch die Zahl der Instrumente im Fonds, nimmt Jahr für Jahr zu. Nach dem Anfangsbestand von 16 Instru-menten wurde pünktlich zum 25. Wettbewerb das 200. Instrument als Treugabe aus Privatbesitz in den Fonds eingegeben – ein herrliches Violoncello des Meisters Joseph Guarneri, Cremona 1715. Die Jury war mit den renommierten Hochschulprofessoren Wolfgang Boettcher (Violoncello, Berlin), Latica Honda-Rosenberg (Violine, Berlin), Heime Müller (Violine, Lübeck), Volker Jacobsen (Viola, Hannover) und Troels Svane (Violoncello, Lübeck) hochkarätig besetzt. Drei Tage lang zeigten die jungen Bewerber ihr Können in öffentlichen Wertungsspielen, 20 konnten sich über die Verlängerung ihrer Leihfristen für bereits erspielte Instrumente aus dem Fonds freuen, 29 Instrumente wurden neu vergeben.

  • Ergebnisse der Neubewerber
  • Ergebnisse der Leihverlängerer



  • Anspiel der „Ost-
    Instrumente“ 1997 in
    der Berliner
    Philharmonie


    Die Instrumente werden in einem jährlichen Wettbewerb mit strengen Ausschreibungskriterien von einer durch den Beirat berufenen Fachjury an den Nachwuchs aus ganz Deutschland vergeben. Die Musiker erhalten die Instrumente zunächst für ein Jahr, können die Leihfrist aber theoretisch mit jedem neuen erfolgreichen Vorspiel bis zum 30. Lebensjahr verlängern bzw. sich ein noch besseres Instrument erspielen. Die Instrumentenvergabe findet traditionell im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe statt. Eine große Anzahl von Fachleuten, zum Beispiel die ehrenamtlich tätigen Juroren oder beratende Geigenbauer, die die Instrumente regelmäßig kontrollieren, trägt zum Gelingen dieses Projektes bei.